Energiegemeinschaft Berg/Wolfsthal

Gemeinsam mit der Gemeinde Berg planen wir die Gründung einer Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG).
Eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG) ist ein Zusammenschluss von Personen (Privatpersonen, Gemeinden, Unternehmen und so weiter), die gemeinsam erneuerbare Energie erzeugen, speichern, verbrauchen oder verkaufen.

Ziele der Gründung dieser EEG :

  • Reduktion der Stromkosten für alle Einwohner der Gemeinden Berg und Wolfsthal
  • Reduktion der Stromkosten für die Gemeinden Berg und Wolfsthal (Gemeindegebäude, Strassenbeleuchtung, Infrastruktur u.s.w.)
  • Niedrigere Netzentgelte für den innerhalb der EEGs ausgetauschten Strom
  • Stabile Energiepreise von denen alle Berger und Wolfsthaler aufgrund der gemeinschaftlichen Erzeugung und Verwertung von Energie profitieren.
  • Reduktion von Preisschwankungen da EEGs Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen, einen Teil ihrer Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen und unabhängiger von großen Energieversorgern und Preisschwankungen zu werden.

Was bereits geschenen ist:

  • Eine Erhebung in der Gemeinde Berg hat gezeigt das viele Einwohner Interesse an der Teilname an einer Genergiegemeinschaft haben und ausreichend Potential für Einlieferung und Bezug von Strom bestehet
  • Beide Gemeinden haben Interesse und Potential Strom im Rahmen der EEG zu günstigen und stabilen Preisen zu beziehen und einzuliefern
  • An der Gründung einer EEG zum Wohle aller Berger und Wolfsthaler wird gearbeitet
  • Eine Erhebung in der Gemeinde Wolfsthal um zu Erheben wie Einwohner Interesse an der Teilname an einer Genergiegemeinschaft haben und welches Potential für Einlieferung und Bezug bestehet wurde gestartet

Nächste Schritte:

  • Aktuell erheben wir das Interesse und Potential der Wolfsthaler an der Teilnahme an der EEG
    Alle Wolfsthaler sind herzlich eingeladen mittels .pdf Download an der Erhebung teilzunehmen

Was ist eine EEG?

Eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG) ist ein Zusammenschluss von Personen (Privatpersonen, Gemeinden, Unternehmen, etc.), die gemeinsam erneuerbare Energie erzeugen, speichern, verbrauchen oder verkaufen. Das Ziel ist es Kosten für Energie zu senken, Preise zu Stabilisieren, die Energiewende voranzutreiben und die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern.

  • Gemeinschaftliche Energienutzung:
    EEGs ermöglichen es, Energie aus erneuerbaren Quellen (z.B. Solaranlagen, Windkraftanlagen) gemeinsam zu produzieren, zu teilen und zu nutzen.
  • Regionalität:
    Die Teilnehmer an einer EEG müssen in der Regel in unmittelbarer räumlicher Nähe zueinander sein, um die Vorteile der lokalen Energieerzeugung zu nutzen.
  • Ökologische, wirtschaftliche und soziale Vorteile:
    EEGs können den Mitgliedern ökologische Vorteile (Reduzierung des CO2-Fußabdrucks), wirtschaftliche Vorteile (günstigere Energiepreise) und soziale Vorteile (stärkere Gemeinschaft) bieten.
  • Freie Teilnahme:
    Die Teilnahme an einer EEG ist freiwillig und offen für natürliche Personen, Gemeinden, Behörden und juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie kleine und mittlere Unternehmen.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen:
    Die EEGs sind im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) und anderen Gesetzen geregelt, die die Rahmenbedingungen für die Gründung und den Betrieb der EEGs festlegen.
  • Wie funktioniert eine EEG?
    • Energieerzeugung:
      Die Teilnehmer an einer EEG können ihre eigenen Anlagen für erneuerbare Energien betreiben oder sich an Gemeinschaftsanlagen beteiligen.
    • Energieverteilung:
      Die erzeugte Energie kann über das Stromnetz innerhalb der EEG verteilt werden, wobei reduzierte Netzentgelte anfallen können.
    • Energieverbrauch:
      Die Teilnehmer an einer EEG können den erzeugten Strom innerhalb der Gemeinschaft verbrauchen oder auch überschüssige Energie ins Netz einspeisen und dafür eine Vergütung erhalten.
    • Vereinbarung:
      Die EEGs müssen innerhalb der Gemeinschaft eine Vereinbarung über die Verteilung der Energie, die Abrechnung und die Vergütung treffen.
    • Vorteile einer EEG:
      • Günstigere Energiepreise:
        EEGs können ihren Mitgliedern günstige Energiepreise anbieten, da die Kosten für die Energieerzeugung und die Verteilung reduziert werden.
      • Erhöhte Selbstversorgung:
        EEGs ermöglichen den Mitgliedern eine höhere Selbstversorgung mit erneuerbarer Energie.
      • Stärkere Gemeinschaft:
        EEGs fördern die Zusammenarbeit und das Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmern.
      • Ökologische Vorteile:
        EEGs tragen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und zur Förderung der Energiewende bei

Weitere Information – volatile Strompreise:

Die Strompreise in Österreich volatil und unterliegen mehreren, manchmal widersprüchlichen Faktoren. Wichtige Faktoren sind sind globaler Marktpeis für Energie, ständig steigende Netzkosten und steigende Steuern und Abgaben was zu einer höheren Belastung für Haushalte und Unternehmen führen kann.

  • Globale Ereignisse:
    Aktuelle globale Ereignisse, wie der Krieg in der Ukraine, haben einen erheblichen Einfluss auf die Energiepreise. Preissteigerungen bei Erdgas und Öl wirken sich direkt auf die Energiepreise in Österreich aus,
  • Höhere Netzentgelte:
    Die Netzentgelte, also die Gebühren für den Transport des Stromes über das Netz, werden 2025 voraussichtlich stark ansteigen. Dies ist auf die steigenden Kosten für Ausbau und Instandhaltung der Netze sowie die reduzierte Energiemenge, die durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien aus dem Netz entnommen wird, zurückzuführen. 
  • Erhöhung der Steuern und Abgaben:Die während der Energiekrise auf ein Minimum reduzierten Steuern auf Strom werden wieder auf das ursprüngliche Niveau angehoben. Dies führt zusätzlich zu höheren Stromkosten. 
  • Merit-Order-System:
    Die Stromerzeugung in Österreich erfolgt im Merit-Order-System, bei dem die billigsten Erzeugungsquellen wie PV und Wind zuerst genutzt werden. Wenn die erneuerbaren Energien nicht ausreichen, werden teurere Kraftwerke (z.B. Gaskraftwerke) zugeschaltet. Das teuerste Kraftwerk, das in Betrieb ist, bestimmt dann den Strompreis, wie die Austrian Energy Agency erklärt. 

Weitere Information – volatile Einspeisevergütung :

Aktuell in Österreich bestehen mehrere Risiken und Herausforderungen für die PV-Einspeisetarife. Dazu gehören die sinkenden Einspeisevergütungen, der Fokus auf Eigenverbrauch, die Kündigung von Einspeiseverträgen und potenzielle Einschränkungen bei der Einspeisung. 

  •  Viele Energieversorger haben die Einspeisevergütung für selbst erzeugten Solarstrom drastisch gekürzt. 
  • Die Politik und die Energieversorger wollen den Fokus auf den Eigenverbrauch lenken und weniger subventionieren. 
  • Viele Energieversorger kündigen bestehende Einspeiseverträge und bieten neue Verträge mit deutlich niedrigeren Tarifen an.
  • Der Netzbetreiber kann die Einspeiseleistung beschränken, um anderen Erzeugungsanlagen die Einspeisung zu ermöglichen.